Die Rolle der Schweiz und der Souveränität

Was wird aus der Schweiz und was aus unserer Souveränität?

„Frage-Antwort“ vom 11.05.2020

Moderator: Guten Tag, sehr geehrte Zuschauer, Zuhörer und Gäste im Studio. Heute ist der 11. Mai 2020.

Die Frage lautet: «Valeriy Viktorovich, die Tatsache, dass die Konzentrationszentren der Steuerung nach China und in den Iran verlegt werden, ist vielen Menschen bereits klar. Aber was geschieht mit der Schweiz – dem zentralen Bankschließfach? Wird sie weiterhin ein sicherer Hafen sein?»

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Valeriy Pyakin: Nun, zunächst einmal ist die Schweiz kein Bankschließfach, sondern ein Geldabrechnungszentrum, das den Produktaustausch in einem sehr wichtigen Sektor der Weltwirtschaft organisiert. Ich wiederhole es noch einmal, während des Zweiten Weltkriegs wurden alle Zahlungen für die Lieferung verschiedener Waren, die in Deutschland  nicht erhältlich waren, aus Südamerika oder eben auch aus den USA, über die Schweiz getätigt: sie konnten ja nicht direkt handeln, also wurde alles über die Schweiz abgewickelt – über die Bank für internationalen Zahlungsausgleich und die Schweizerische Nationalbank. Das heißt: Die Schweiz ist ein Geldabrechnungszentrum in einem bestimmten Segment der Wirtschaft.

Die Verlagerung des Konzentrationszentrums der Steuerung nach China bedeutet nicht, dass die Steuerungsprozesse in Europa sich selbst überlassen werden. Es wird ein europäisches islamisches Kalifat geschaffen. Wird da etwa kein Geldabrechnungszentrum benötigt? Es wird benötigt. Und hier sprechen wir wieder von der Visegrád-Gruppe und dem Wiederaufbau des Österreich-Ungarischen Reiches. Dadurch, dass die Schweiz mit einbezogen wird, stärkt sie in diesem Bündnis zunächst einmal Österreich – deshalb hat Ungarn auch den Wunsch, seine Rolle im künftigen Bündnis zu stärken. Dieses zukünftige Österreich-Ungarische Reich stellt also sicher, dass die Schweiz im bisherigen  Kultur-Paradigma bleibt (d.h. im europäischen Paradigma). Gleichzeitig ist die Schweiz aber immer noch voll und ganz damit beschäftigt, das Funktionieren der Wirtschaft im europäischen Block zu gewährleisten, während sie Verbindungen mit der globalen Politik und den globalen Wirtschaftszentren knüpft.

Mit anderen Worten: die Stellung des schweizer Zentrums wird etwas herabgesetzt – es wird nicht mehr so global sein, sondern regional werden. Das globale Zentrum wird nun in Hongkong gebildet.

Moderator: Eine Frage von Oleg: «Valeriy Viktorovich, in seiner Botschaft an die Föderalversammlung am 15. Januar dieses Jahres sagte Putin: „Die Souveränität unseres Volkes muss bedingungslos sein“. Bitte erklären Sie, was der Präsident damit sagen wollte. Wir wissen, dass es eine staatliche Souveränität gibt. Wie unterscheidet sich die Souveränität des Volkes von der des Staates? Und gibt es da überhaupt einen Unterschied? Kann ein Volk in einem souveränen Staat keine Souveränität besitzen?»

Valeriy Pyakin: Nun, welche Souveränität hat denn das deutsche Volk während des Dritten Reiches besessen? Hat es denn damals seine Perspektive verteidigt und an der Entwicklung seiner Kultur gearbeitet? Oder hat es sich damit beschäftigt, zu einem Werkzeug zu werden, das den Willen Anderer zu erfüllt? Selbst das Dritte Reich als Staat war nicht in vollem Maße souverän: nicht einmal der Staat (der die Aktivität der Bevölkerung in den Angelegenheiten organisiert, welche ein jeder Mensch wegen seiner persönlichen Eigenschaften entweder überhaupt nicht oder nicht gut leisten kann) verfügte über Souveränität. Und der Staat hat, indem er die Rechtschaffenheit pervertierte und Unrechtschaffenheit etablierte (das ist Faschismus), daran gearbeitet, dass das Volk über schlichtweg gar keine Souveränität verfügt.

Als Putin sagte, dass die Menschen ein Recht auf ihre Souveränität haben sollten, ging er von der Prämisse aus, dass sich Staaten auf der Grundlage ihrer nationalen Tradition, auf der Grundlage ihrer nationalen Kultur entwickeln sollten – nur dann würde das Volk über seine volle Souveränität verfügen und einen Nationalstaat aufbauen, der sich an den Interessen des Volkes orientiert, und nicht einen Staat, der als Durchführungsorgan für die Interessen einer überstaatlichen Steuerung dient und die in diesem Gebiet lebende Bevölkerung unterdrückt und als Ressourcenbasis nutzt, um eben die Funktion des Staates für die Interessen der überstaatlichen Steuerung zu gewährleisten. Aber diese Themen werden in der analytischen Notiz «Der Staat — das Überlebenssystem eines Volkes» ausführlicher behandelt. Diese Arbeit ist auf der Website oder als Buch verfügbar. (Anm. d. Übersetzung: bisher nur in russischer Sprache.)

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Wir enden dort, wo wir begonnen haben. Ich formuliere die Worte von Gradsky etwas um: Einen Kampf haben wir verloren (einen Kampf, nicht die Schlacht!), und wir müssen unbedingt verstehen: damit andere uns nicht verlieren, dürfen wir uns selbst nicht verlieren. Und wir können dies tun, wenn wir verstehen, dass, wenn in einem gewöhnlichen Krieg derjenige gewinnt, der im übertragenen Sinne das bessere und stärkere Gewehr hat und dieses Gewehr besser beherrscht, dann gewinnt dementsprechend in einem Informationskrieg derjenige, der bessere und stärkere Informationen hat und mit diesen Informationen besser umzugehen weiß.

Die Konzeption Gesellschaftlicher Sicherheit lehrt, sich in den Informationsflüssen zurechtzufinden und die verschiedenen Steuerungsmanöver zu identifizieren. Nutzen Sie die Gelegenheit jetzt, da Sie noch Freizeit haben, beschäftigen Sie sich mit Selbststudium, studieren Sie die Konzeption Gesellschaftlicher Sicherheit und die Hinreichend Allgemeine Theorie der Steuerung. Werden Sie konzeptuell mächtig, schützen Sie Ihre eigenen Interessen und die Ihrer Familie.

Ich wünsche Ihnen viel Glück und einen friedlichen Himmel über Ihrem Kopf! Bis zum nächsten Mal!

Fonds Konzeptueller Technologien

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