Tschechiens Souveränitätsverlust

Liechtenstein stellt territoriale Ansprüche an Tschechien

„Frage-Antwort“ vom 24.08.2020

Moderator: Guten Tag, sehr geehrte Zuschauer, Zuhörer und Gäste im Studio. Heute ist der 24. August 2020.

Hier ist eine Frage von einem User, mit dem Nicknamen “der Balte”: «Valeriy Viktorovich, bitte kommentieren Sie den Versuch Liechtensteins, das 1945 als Ergebnis des Zweiten Weltkriegs von der Tschechoslowakei konfiszierte Land zurückzugewinnen. Was ist das? Beschleunigen sich die Prozesse bezüglich der Teilung Europas in das Intermarium und das Kalifat? Oder suchen die Landes-”Eliten” Zündstoff für neue Konflikte?»

Valeriy Pyakin: Nein.

Moderator: «Außerdem wurde, meiner Meinung nach, ein seltsames Instrument zur Lösung von Territorialstreitigkeiten gewählt – der EGMR (Europäische Gerichtshof für Menschenrechte). Sicherlich nicht ohne Grund?»

Valeriy Pyakin: Natürlich hat das alles einen Grund. Aber das verhält sich alles ein wenig anders.

Und wieder kehren wir zu der Frage zurück, was ein Staat ist. Warum ist Liechtenstein, das eine Bevölkerung von 37.000 (na ja, sagen wir 39.000)  und eine Fläche von 160 km² hat, ein Staat und warum, sagen wir, ist ein Teil der Region Tjumen in Russland kein Staat? In dem Buch «Über die Welt der verzerrten Spiegel 2» geht es genau darum – um den Staat, um die Konstrukteur-Staaten und die Projekt-Staaten.

Moderator: Es gibt auch noch historisch entstandene Staaten.

Valeriy Pyakin: Ja, es gibt historisch entstandene und Projekt-Staaten. Es gibt aber auch die Konstrukteur-Staaten, die diese Projekt-Staaten erschaffen.

Also, was geht hier vor? Scheinbar ein lustiger Vorfall. Aber hier gibt es nichts zu lachen. Wenn wir die Prozesse verstehen, die sich in Europa abspielen, dann ist für uns, wie man sagt, alles sonnenklar. Was geschieht denn in Europa? In Europa wird ein zwischenstaatliches Subjekt geschaffen, das «Intermarium» genannt wird. Das ist ein polnisches Projekt (scheinbar) «Von Meer zu Meer», (von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer), das eine ganze Reihe von Gebieten mit einschließt. Und wenn dann der Zusammenbruch Polens prognostiziert wird… Also liebe Leute, wie könnte Polen denn aufgeteilt werden? Zwischen welchen Subjekten? Alle Teilungen Polens fanden zwischen Deutschland, Österreich-Ungarn und Russland statt. Welche Teilung könnte es hier geben? Polen wird allmählich selbst zu einem Subjekt der globalen Politik. Wieder einmal zielt die im Juli 2020 neu unterzeichnete Union von Lublin genau darauf ab, das Territorium von Weißrussland zu erobern, worauf sich die NATO-Truppen auch vorbereitet hatten, bis Russland drohend Einhalt gebot: «Halt, wagt es ja nicht, Truppen dorthin zu schicken!»

Im Grunde geht es um Folgendes: Gibt es ein Steuerungsziel, dann kann dieses Ziel über verschiedene Wege erreicht werden – je nachdem, in welchem Zustand sich das Instrumentarium befindet. Ein Beispiel: Sie sind zu Ihrer Datscha gefahren und müssen ein Beet anlegen. Sie fangen an mit einem Werkzeug zu arbeiten: entweder können Sie mit dem Spaten direkt so arbeiten oder müssen diesen noch reparieren oder Sie müssen sich ein anderes Werkzeug besorgen, um den Boden zu lockern. In den Plänen zur Realisierung des «Intermariums» geht es im Wesentlichen um den Wiederaufbau des Österreichisch-Ungarischen Reiches, was das gesamte ehemalige Gebiet dieses Reiches einschließt… Polen denkt, es errichte ein Polen «von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer», aber in Wirklichkeit geht der Wiederaufbau von Österreich-Ungarn vonstatten. Und die beiden Kernpunkte sind hier Wien und Prag.

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(c) AlphaCentauri (unverändert)

Deshalb gab Chruschtschow 1955 Wien bereitwillig auf. Und als dann 1968 die Erkenntnis kam, dass niemand mehr die Interessen der Sowjetunion in Betracht ziehen würde, wenn man Prag ebenfalls aufgäbe, kam man zu dem Schluss, dass die Kernpunkte verteidigt werden müssen.

Ich wiederhole: vor dem Hintergrund der globalen Steuerung ist Wien ein Konzentrationszentrum der Steuerung  auf Grundlage der Habsburger Bibliothek, und Prag ist ein jüdisches Welt-Okkultismus-Zentrum. Der Versuch, dieses Zentrum zu kontrollieren, kostete Heydrich das Leben – eigens aus London geschickte Mörder haben ihn getötet und siehe da – es wurde eine Einschüchterungsaktion durchgeführt und alle diejenigen beseitigt, die irgendwie an der Arbeit Heydrichs bezüglich des Zugangs zum Wissen des Welt-Okkultismus-Zentrums  in Prag beteiligt waren.

Also, wofür standen die Tschechen 1968 ein? Genau dafür – für die Beseitigung der durch den großen Krieg erreichten Zustände – als die Tschechen infolge der Hussitenkriege ihr Recht verteidigten, als Nation zu bestehen. Das Ergebnis dieser Hussitenkriege war, dass alle nahe gelegenen Steuerungssubjekte machtlos wurden. Tschechien konnte nicht als Nationalstaat auftreten, aber auch die Subjekte, die es umgaben, konnten Tschechiens nationale Souveränität nicht vollständig unterdrücken. Deshalb wurde Tschechien als eines der Subjekte zu einem Teil des Österreichisch-Ungarischen Reiches – mit einigen Präferenzen natürlich.

So traten die Tschechen also 1968 für die Liquidierung der Tschechischen Republik als nationales Subjekt ein. Damals haben sie es noch nicht verstanden. Und ohne es zu verstehen, näherten sie sich stetig diesem Ziel – sie haben das Konev-Denkmal abgerissen und eine Gedenktafel für die Wlassow-Anhänger aufgestellt. Was haben die Tschechen denn erwartet? Sie haben den Schutzschirm aufgegeben, den Russland allen Projekt-Staaten bietet. Und jetzt wollen sie, dass jemand ihre nationale Kultur und ihre nationale Souveränität respektiert? In der russischen Welt  werden sie respektiert und geschützt, unter den Bedingungen des globalen «Schmelztiegels» werden sie allerdings zerstört. Das heißt, nachdem diese Abrissaktionen stattgefunden hatten, lief alles darauf hinaus, dass Liechtenstein Ansprüche auf einen Teil des Territoriums und auf die einzigartigen historischen Objekte in der Tschechischen Republik erhob.

Aber! Es ist nicht so, dass die Prozesse sofort stattfinden. Warum verbinde ich diese Ereignisse? Ganz einfach: Wann wurde angekündigt, dass das Konev-Denkmal abgerissen werden soll? Das war im September 2019. Na hoppla, zu welchem Schluss kommt man da sofort? – Dass das Subjekt nicht so funktionieren kann, wie es eigentlich nötig ist, d.h. es ist nicht funktionsfähig und muss wieder auf Kurs gebracht werden. Und sofort brachte Liechtenstein Forderungen bezüglich der Rückgabe von Land hervor. Im Februar gab es einen Gerichtsbeschluss, der den Antrag Liechtensteins ablehnte. Tatsächlich handelt es sich bei Liechtensteins aktueller Forderung um eine Kassationsbeschwerde gegen die Gerichtsentscheidung vom Februar. Das heißt, der Prozess ist im Gange.

Um welchen Prozess es sich dabei handelt? Wenn der tschechische Staat sich selbst zu verwalten NICHT IN DER LAGE IST, schaltet sich ein überstaatliches Subjekt in Form von Liechtenstein ein. Es macht absolut nichts, dass Liechtenstein ein Territorium von 160 Quadratkilometer zwischen der Schweiz und Österreich besetzt. Trotzdem wird es zum Gebiet des «Intermariums» gehören. Aufgrund dessen, dass dieser externe Korrektor erschienen ist, kann Tschechien jedoch in einen Zustand gebracht werden, in dem es an der Erschaffung des «Intermariums» arbeiten wird. Und auch die «Visegrad-Gruppe» muss ordnungsgemäß funktionieren.

Das heißt, mit diesen Schritten – dem Abriss des Konev-Denkmals und der Installation des Wlassow-Denkmals – wurde gezeigt, dass die staatliche Steuerung absolut nicht in der Lage ist, qualitativ zu arbeiten, damit eine Gruppe zur Errichtung des «Intermariums» entsteht (das sind die «Visegrad-Gruppe» und die Union von Lublin). Das bedeutet, dass ein externer Korrektor benötigt wird. Dieser erschien auf Anhieb. Sie haben lange geschwiegen, und dann ging es auf einmal los, mit zunehmend schneller werdendem Tempo.

Wie sagt man so schön: «man erntet, was man sät». Sie wollten sich von Russland befreien? Das haben sie geschafft. Jetzt müssen sich die Tschechen nur noch von der tschechischen Kultur befreien. Denn das ist genau das, was sie schon 1968 zu fordern begannen. So sieht die Situation aktuell aus.

Wir kommen also wieder auf die Tatsache zurück, dass viele Dinge sich unserem Verständnis entziehen, nicht, weil etwa unser Verstand zu schwach wäre, sondern weil diese Dinge kein Teil unseres Verständnisbereiches sind. Deshalb sollten die Begriffe «konzeptuelle Macht», «globale, überstaatliche Steuerung», «globale Politik» alltäglich und für die gesamte Bevölkerung zugänglich gemacht werden. Nur, wenn der Mensch die Steuerungsprozesse in der Welt richtig versteht, wird er in der Lage sein, seine Interessen und die seiner Familie zu schützen. Studieren Sie deshalb die Arbeiten des Internen Prädiktors der UdSSR. Studieren Sie die Arbeiten, die in der Reihe «Über die Welt der verzerrten Spiegel» veröffentlicht wurden, denn diese sind speziell dafür geschrieben worden, um eine theoretische Grundlage für das Verständnis der Prozesse zu schaffen, die JETZT stattfinden. Studieren Sie diese Arbeiten. Werden Sie konzeptionell mächtig. Schützen Sie Ihre Interessen und die Ihrer Familie.

Ich wünsche Ihnen Glück und einen friedlichen Himmel über Ihrem Kopf! Bis zum nächsten Mal!

Fonds Konzeptueller Technologien

2 Gedanken zu “Tschechiens Souveränitätsverlust

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