Änderung der Verfassung in Weißrussland und der Jahrestag des Aufbruches der Blockade von Leningrad.

Kranzniederlegung im Gedenken an damalige Opfer.

Eine Zusammenfassung der vierten und fünften Frage aus der Sendung vom 31 Januar 2022

Moderator: In Weißrussland sollen demnächst einige Verfassungsänderungen vorgenommen werden. Nun kann jeder Bürger seine eigene Meinung dazu kundtun. Und am 27. Februar findet die Volksabstimmung hierzu statt. Worauf müssen die Weißrussen dabei besonders achten? Werden die Vorschläge der Bürger überhaupt berücksichtigt? Oder wird alles wie immer ablaufen, ohne Beachtung der Wünsche und Hoffnungen des Volkes? Soll man überhaupt zu den Wahllokalen gehen? Oder soll man die Wahllokale meiden?
Geben Sie bitte den Ratschlag, was man am besten tun soll.

Pyakin, FKT, Pjakin, Frage Antwort, Weißrussland,

Valeriy Pyakin: Wir, Russland und Weißrusslands haben unsere Verfassung 1993 vom atlantischen Block bekommen. Und diese Verfassung gleicht sehr der Verfassung einer Monarchie –  es sind dort sind alle Bedingungen für die lebenslange Macht festgehalten. 

Idealerweise sollten die Weißrussen dieses Referendum meiden. Dann bleibt der Faktor der Unbestimmtheit bestehen. 

Doch mehr kann ich dazu nicht sagen. Wir haben diese Verfassungsänderungen nicht im Detail analysiert. Ich bezweifle auch, dass die Weißrussen selber den Sinn dieser Verfassung und dieser Verfassungsänderungen durchblicken. Um da durchzublicken, muss man zumindest Grundkenntnisse davon haben, wie komplexe soziale Supersysteme gesteuert werden.

Es wird passieren, was eben passiert. Was ich meine? – Na, dass wie immer 150 Prozent der Wähler mit „Ja“ abstimmen werden.

Und was Lukaschenko anbelangt, er vertritt immer wieder die Position, dass Weißrussland nicht Russland ist, sondern etwas ganz besonderes. Nach dem Motto „Die Ukraine ist nicht Russland“ hatten wir ja schon, nun ist Weißrussland an der Reihe. Für die Ukrainer wurde seinerzeit die künstliche Sprache erfunden, nun passiert dasselbe in Weißrussland. 

Plötzlich behauptet Lukaschenko, dass der Vaterländische Krieg von 1812 ein Krieg „zwischen jemandem war –  und Weißrussland hat damit nichts zu tun“. Auch den ersten Weltkrieg und sogar den zweiten Weltkrieg schätzt er genauso ein. Die anderen Mächte haben deren Fragen geklärt – immer wieder auf dem viel leidenden weißrussischen Boden, so Lukaschenko. 

Und schon wieder versucht Lukaschenko, sich mit dem Westen abzusprechen. Seine Multi-Vektoren-Politik ist nach wie vor da. Wir sind es bereits gewöhnt, dass Lukaschenko sich für alles Gute, was Russland tut, immer mit Gemeinheiten bedankt. 

Um sich in die Sache mit den Verfassungsänderungen einzumischen, müssten wir noch große Vorarbeit leisten, alle Artikel analysieren, die Entstehung der „Konstitutionellen Monarchie“ anschaulich machen. Ich übertreibe nicht! Seinen Sohn Kolja hat Lukaschenko schon vorbereitet.

Moderator: Der 27. Januar ist ein besonderer Tag in der Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges und in der Geschichte unseres Landes. Es ist der Jahrestag des endgültigen Aufbruches der Blockade von Leningrad. Die Blockade dauerte vom Herbst 1941 bis Januar 1944, dabei sind fast 1 Million Menschen ums Leben gekommen. Trotz härtester Umstände haben die Bewohner von Leningrad die Kraft gefunden, dem Feind zu widerstehen und die Stadt zu verteidigen. 

Zum Jahrestag der Aufhebung der Blockade hat Wladimir Putin den Memorialfriedhof in St. Petersburg besucht und Blumen niedergelegt. Wie würden Sie das kommentieren?

Valeriy Pyakin: Weiterlesen in der PDF …

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5 Gedanken zu “Änderung der Verfassung in Weißrussland und der Jahrestag des Aufbruches der Blockade von Leningrad.

  1. Drusius

    Wir sollten uns immer bewußt sein, daß jeder der veranstalteten Konflikte Menschenleben kostete und jedes Opfer ist eines zuviel. Die Konflikte sind bekanntermaßen ein Herrschafts- und Umformungsmittel des GP. Wichtig, daß jeder Mensch seine Verantwortung für sich selbst erkennt. Das Theaterstück kann er nicht so einfach ändern ohne sich selbst zu ändern.
    Wir sollten langsam mitbekommen, wie die Stücke immer wieder umgeschrieben werden, wie auch die Geschichte. Wie das programmiert wird, daß ist immer wieder erstaunlich. Vielleicht sollten wir uns daran erinnern:
    „Krieg ist ein Zustand, bei dem Menschen aufeinander schießen, die sich nicht kennen, auf Befehl von Menschen, die sich wohl kennen, aber nicht aufeinander schießen.“
    George Bernard Shaw
    Für Konflikte gilt, wie für jeden Krieg, die Ursachenforschungsnotwendigkeit bis zu den echten Organisatoren über der Polarität.

    Gefällt 3 Personen

    1. Drusius

      Was ich z.B. meine, ist z.B. die Teilnahme an geheimen Organistionen. Bei den Faschisten möchte ich nur den Reichsführer der SS, Chef der deutschen Polizei sowie Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums (ab 1939), später auch Reichsinnenminister (ab 1943) und Befehlshaber des Ersatzheeres nennen, der Ritter von Malta war. Genau wie Walter Friedrich Schellenberg, SS-Brigadeführer und Generalmajor der Polizei (ab1944). Schellenberg war ab 1944 Leiter der vereinigten Geheimdienste von Sicherheitsdienst des Reichsführers SS (SD) und Abwehr im Reichssicherheitshauptamt (RSHA). Er war auch Mitglied bei den Rittern von Malta. Dazu kommt noch: Reinhard Gehlen als Generalmajor der Wehrmacht die Abteilung Fremde Heere Ost im Generalstab des Heeres. Nach dem Zweiten Weltkrieg baute er mit dem Einverständnis der amerikanischen Besatzungsmacht einen Auslandsnachrichtendienst auf, die Organisation Gehlen, die 1955 von der Bundesregierung übernommen und 1956 in den Bundesnachrichtendienst (BND) umgewandelt wurde. Auch er gehörte zu den Rittern von Malta.
      Das könnte manche Leute stutzig werden lassen. Zumal die Gegenspieler von der CIA auch in diesem Club waren. Weiter will ich das jetzt nicht ausführen.

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      1. Drusius

        Ich habe nur CIA als Hausnummer genannt, damals hieß der wichtige Geheimdienst OSS. Der innere Zirkel der Ritter von Malta dürfte der Hosenbandordnen sein.

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  2. Drusius

    Wenn es Verfassungen sind und keine Handelsverträge, wie das im privaten Zentralbankensystem als allgemeine Geschäftsbedingungen bezeichnet wird, wäre das interessant. Über die Geschäftsbedingungen entscheiden die Besitzer der Firmen und Zentralbanken.

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  3. Hofrat auf konstitutioneller Bühne

    Das ist interessant, sprich Ihr Stichwort „konstitutionelle Monarchie“: Der Punkt ist wohl der, die Gewaltenteilung nicht zu einer Farce verkommen zu lassen. Wie z.B. in westlichen Republiken – im Volksmund besser als „Demokratien“ bekannt, in denen in Wahrheit eine Parteienoligarchie die Gewaltenteilung zu 100% ausgehebelt hat und ihr „krypto-demokratisches“ Zepter schwingt. Im Zuge einer solchen Machtergreifung kommt die Judikative selbst auch noch zu Fall: Das besagte Parteienspektrum unterwandert nicht nur die Legislative & Exekutive, sondern überzieht im letzter Konsequenz mit ihrem Postenschacher selbst noch die Judikative. Die Täter werden zugleich juristisch unangreifbar – Hokuspokus fidibus – so einfach geht das! Ein solches Staatskonstrukt wird von mir als „Faschistokratur“ benannt. Sie gilt es über eine Verfassungsreform mit geeigneten Mitteln auszuschalten! Zum zweiten Punkt Ihrer berechtigten Beschwerde – ich meine den wlassowschen Lappen – erlaube ich mir, den folgenden „innerbetrieblichen“ Verbesserungsvorschlag zum Trost im Kreml einzureichen: Wenn Emmanuel Macron wieder einmal nach Moskau käme, würde ich zuvor alle Trikolores sorgsamst einsammeln lassen, doch das Ergebnis der Sammelaktion Emmanuel zur Überraschung als patriotisches Abschiedsgeschenk schwubs noch schnell in den Flieger packen. Zu Hause in Paris kann dann Mama Macron davon schöne T-Shirts stricken… Doch nach Emmanuels erfolgreicher Departure nach Paris ziehen wir am Roten Platz die farblich am besten dazupassende „neue“ Staatsflagge wieder auf. Das wäre doch was 🙂

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