Selenskij in Warteschleife

Wird in Kiew ein Diktator gefördert, oder ein Opfer «warmgehalten»?

„Frage-Antwort“ vom 30.08.2021

Moderator: Guten Tag, sehr geehrte Zuschauer, Zuhörer und Gäste im Studio! Heute ist der 30. August 2021.

Die Frage kommt von Yakov: «Valeriy Viktorovich, bitte erläutern Sie uns die Lage in der Ukraine. Meiner Meinung nach wird eine weitere Übernahme der Steuerung vorbereitet, das Szenario ist aber nicht ganz nachvollziehbar. Warum darf Selenskij zum Diktator werden? Doch nicht etwa, damit es im richtigen Moment aufgedeckt wird?»

Warum darf Selenskij zum Diktator werden? Doch nicht etwa, damit es im richtigen Moment aufgedeckt wird?

Valeriy Pyakin: Nein, es ist anders. Es gibt den Begriff «warmhalten» (ich meine nicht die Tiere), wenn man eine Situation auf Zeit ausspielen will.

Welche Situation ist momentan entstanden? Die Vereinigten Staaten, vertreten durch die Landes-”Elite”, die untereinander solche massiven Auseinandersetzungen hat, die kaum lösbar sind… Kamala Harris flog als Touristin nach Vietnam, um nicht in den Konflikt verwickelt zu werden und um zu vermeiden, dass sie für Afghanistan und alles andere verantwortlich gemacht wird. Vietnam ist ja wohl eine Supermacht, um sich dort so lange aufzuhalten und von dort Bilder zu schicken: «Ich habe ein Foto mit diesem Denkmal gemacht, ich habe ein Foto mit jener Büste gemacht.» Es gibt eine Katastrophe in den Vereinigten Staaten mit dem Truppenabzug aus Afghanistan, eine Katastrophe an der Grenze, eine Katastrophe mit einem Hurrikan, eine Katastrophe mit den Bränden, und sie ist in einem «Schlüsselstaat» auf einem super wichtigen Besuch, der nicht verschoben werden kann. Und vor allem, wie lange ist sie schon dort?

Sie bekämpfen sich. Alle Landes-”Eliten” streiten sich untereinander. Was wollen diese Landes-”Eliten” (maximal)? Dass endlich ein Krieg in Europa und in Russland ausbricht. Braucht  Europa den Krieg? Nein. Deshalb flog Merkel in die Vereinigten Staaten und erhielt dort Anweisungen, dann flog sie zu Putin und führte dort Gespräche, danach telefonierte sie erneut und ordnete alle Informationen, die Putin… Das heißt, sie flog mit den Anweisungen, die sie in Washington erhielt zu Putin, Putin korrigierte die Anweisungen, sie stimmte alles noch einmal mit Washington (aber telefonisch) ab, und erst dann kam sie in die Ukraine und zog Selenskij die Ohren lang.

Dort ist es allgemein … Nur die ukrainische Diplomatie konnte auf die Blumenniederlegung für Banderowzy bestehen, obwohl direkt gesagt wurde, dass es nicht passieren wird. Sie sind wie dumme Hammel. Man hat Ihnen bereits ausdrücklich gesagt, dass es so etwas nicht geben wird, aber die Nazis der Bandera-Ukraine können nicht zulassen, dass Blumen für die Befreiungskämpfer, die Soldaten der Roten Armee, die 1945 die Welt vor der braunen Pest gerettet und den Bandera-Abschaum aus der Ukraine vertrieben haben (einige sind untergetaucht, aber die meisten von ihnen haben sich in Kanada versteckt), niedergelegt werden.

Die Situation in Afghanistan sieht folgendermaßen aus. Die amerikanische Landes-”Elite” hat wieder versagt. Die Flüchtlingswelle, die sie gegen Russland richten wollten, hatte keinen Erfolg. Afghanistan wurde schnell unter die Kontrolle der «Taliban» abgegeben und auf diplomatischem Weg wird mit allen politischen Gruppierungen verhandelt, um eine Art Staat zu bilden – auch wenn es sich um eine gemischte Stammesallianz handelt. Nun, das ist ähnlich wie bei den Staaten in Afrika, wo es eine riesige Anzahl von verschiedenen Stämmen gibt, aber es gibt eine Art Leitstamm, der sie repräsentiert. Die Hauptsache ist, dass sie sich nicht gegenseitig bekämpfen. Und das alles ist jetzt in Afghanistan geplant… aber es funktioniert nicht.

Was soll mit der Ukraine geschehen? Was soll man mit ihr tun? Sie einfach aufs Abstellgleis stellen?? Das Territorium an Europa abtreten? Europa wird das nicht annehmen, das ist eine Nummer zu groß für sie. Das Territorium an Russland abgeben? Russland wird es nehmen, aber an Russland wollen sie es nicht abgeben. Man muß einen Ausweg aus dieser Situation finden. Wie ist dieser zu finden? Es braucht Zeit. Aber wir haben keine Zeit. Das heißt… «Haben wir Mitleid mit Selenskij? Es ist uns egal, ob der Bursche verbrennt. Es kostet uns nichts, ihn zu eliminieren: Tu dies, tu das, tu jenes. Jetzt muss die Situation mit allen Mitteln unter Kontrolle gehalten werden, und dann kann man ihn irgendwie loswerden und die Situation wieder stabilisieren.» Das ist es, was dort geschieht. Niemand macht einen Diktator aus ihm. Er wird also warmgehalten. Es handelt sich lediglich um einen Aufschub, bis das Kräfte- und Interessengleichgewicht  der Schlüsselakteure der globalen Politik hergestellt ist.

Fonds Konzeptueller Technologien

12 Gedanken zu “Selenskij in Warteschleife

  1. Drusius

    Vermutlich wird die Ukraine für die geplanten Umstrukturierungsmaßnahmen und Staatenbildungen instabil gehalten, könnte man an der langen Zeit der Ukrainekrise für wahrscheinlich halten. Die Leute werden beschäftigt mit Klo-Rona oder Krieg, kommen sie nicht zum Denken und bekommen Propaganda von allen Seiten um die Ohren gedroschen, daß es nur so knallt. Die Einordnung des Krieges in die kurzfristigen 50-Jahr-Pläne des GP wären interessant. Wie sehen die Planungen aus. Wird es die russische Zone über Europa bis einschließlich zur Türkei geben, wie das einmal in einem Vertrag stand?
    Ich habe vor kurzem gehört, daß Rußland auch die Schweiz und Polen noch umstrukturieren soll. Auch die Irlmayer-Version wird für möglich gehalten Sollte der Fall eintreten, würde es wirklich ein neues System bedeuten. Bis dahin wird noch Versorgungskrise, Energiekrise und vielleicht noch ein wenig Plandemie gespielt. Man gönnt sich ja sonst nichts. Es ist wichtig, daß der Pöbe beschäftigt wird, sonst greint er, der große Lümmel, so scheint es mir, wenn die neue Ordnung aus dem Hut gezogen wird.

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  2. reinhardlindau2498

    Eine Million Soldaten, Soldatinnen und jetzt fehlt mir das Wort für „Es Soldaten“ benötigen täglich Nahrung, Wäsche Unterwäsche, Uniformen, Toilettenartikel, eine straffe Disziplin, eine sehr gute Ausbildung Mut, Tapferkeit, Motivation und vor allem auch Waffen und Munition die sie beherrschen sollten.
    Wie lang dauert es dies alles bereit zu stellen und es permanent nach liefern zu können?
    Ist dies nicht in der kurzen Zeit unmöglich.
    Wie verhält es dich mit der Bevölkerung der Aggressor NATO Staaten?
    Wie lang werden sie ruhig bleiben und die Entbehrungen hinnehmen.
    Also aus reinen Kapazitätsgründen
    (Bankrott der EU und USA ) ist dieses Geschwätz halt nur Geschwätz.

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  3. heide

    Frage an FKT -gruppe: Selenski ließ in der Presse ankündigen, mit einer Truppe von 1 Millionen Mann Stärke den Süden der Urkainischen Gebiete zurück erobern zu wollen. Um diese Mannstärke zu erreichen und die NATO nicht offiziell hineinzuziehen, denkt er dabei vielleicht an den Einsatz der sogenannten Stay-behind-Armeen ( in Italien hat so etwas den Namen Gladio getragen)? Die regulären ukrainischen Truppen geben das doch sicherlich nicht her ( zumal jede Menge wehrfähige ukrainische Männer in Deutschland scheinbar shoppen gehen, was mich ebenfalls verwundert)…

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    1. Zaungast der Alpen

      Man sollte berücksichtigen, dass Russland nur 10% seiner aktiven Truppe bisher erst eingesetzt hat. Sie besteht aus 1 Million Aktiven und 2 Millionen aktiver Reserve. Dazu kommen 17 Millionen nicht-aktive Reserve oben darauf. Da würde ich gerne noch erleben, wie unsere LGBT Truppe aus der Wäsche guckte, falls die Rote Armee wirklich losrollte… Dieses Stay-behind hat noch selten funktioniert. Wenn die westliche Wertegemeinschaft zu etwas fähig ist, dann vielmehr zu Terroranschlägen organisiert von ihren Diensten bzw. Unterorganisationen. Das entspricht ihrer genetischen Grundveranlagung. Die Ukraine wird nichts zurück erobern, doch sollte vielemehr aufpassen nicht ganz zusammenzuklappen. Die Ukraine ist nur eines der Schlachtfelder. Vergessen wir nicht, dass die EU-Industrien zusehends stärker ins Taumeln geraten. Am Ende wird es Unruhen geben und dann wird Kriegshetzern in der Etappe langsam ein Sternchen aufgehen: So wie bei einem Boxkampf kurz nachdem es auf der Birne einschlug!

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      1. Zaungast der Alpen

        Wir brauchen es nur abzuwarten – dann werden Sie künftig sehen, was Propaganda gewesen war und was nicht sowie was ggf. der Unterhaltungsmusik diente vom Piano eines Komödianten für die Konsumenten in EU-Europa, die allesamt unter medialer Zensur stehen, die Armen – nur Geduld!

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    2. Ich möchte hier nicht als sogenannter „Wohnzimmer-Stratege“ oder „Joystick-General“ in Erscheinung treten – Vertreter dieser Spezies tummeln sich derzeit überall im Netz und bereichern mit ihren „Analysen“ vom Grünen Tisch die Untiefen der pro-russischen Gewässer. Andererseits verfüge ich als Veteran vergangener Kriegshandlungen über genügend elementares, militärisches Grundwissen, um mich zu diesem Thema der Eine-Million-Mann-Armee einigermaßen fundiert äußern zu können.
      Kurz gesagt: Die seit etlichen Monaten in den MSM (und nicht nur dort) kursierende Geschichte von der „Goldenen Horde“ ukrainischer Coleur entstammt eindeutig dem Kiewer Propaganda-Apparat ,oder sie wurde direkt im Wahrheits-Ministerium des Großen Bruders in DC kreiert.!
      Das Märchen geht etwa so: Die heldenhaften, ukrainischen Verteidiger verwickeln die Russen in zähe, langanhaltende Rückzugsgefechte, die es ihnen ermöglichen, im Hinterland des Kampfgeschehens neue Verteidigungslinien aufzubauen. Diese Taktik des „Layered Defense“ soll den russischen Vormarsch so lange verzögern, bis es gelungen ist, im westukrainischen Hinterland eine völlig neue Streitmacht aufszuheben – mit im Ausland von der NATO geschulten Kräften, deren Ausrüstung auf der Basis westlicher Waffenlieferungen erfolgen soll.
      Soweit die Mär, die jedoch an den harten Fakten der Realität zwangsläufig zerschellen muss.
      Und zwar aus zweierlei Gründen: Zum einen reicht es grundsätzlich nicht aus, eine Million Mann eben mal in Uniformen zu stecken, sie einige Wochen im Ausbildungslager zu trainieren um sie anschließend als vollwertige Armee mit ausreichender „combat effectiveness“ (Neusprech für: Kampfkraft) in die Schlacht führen zu können.. Dieses Ansinnen kann und wird so nicht funktionieren, wenn man einmal bedenkt, dass eine Armee nicht nur aus Soldaten besteht, sondern auch – wenn sie bestehen will – von erfahrenen, kampferprobten Offizieren und Unteroffizieren geführt werden muss. Dieses Führungspersonal hat die Ukraine inzwischen mehrheitlich im Kampf verloren, es ist tot, vermisst, in Gefangenschaft oder verwundet, und die Schulung und Ausbildung neuer Führungskräfte dauert ^grundsätzlich viele Monate und Jahre – Zeit, die die Ukraine nicht mehr hat!
      Der zweite Grund, der die Geschichte des Millionen-Heeres entlarvt, ist die Tatsache, dass die SMO ein „Krieg der Maschinen“ ist, ein Konflikt der Waffen-Verbundsysteme („Combined Arms Warfare“), bei dem die verschiedensten Waffengattungen als Großes Ganzes zusammenwirken, um Erfolge auf dem Schlachtfeld zu zeitigen. Es reicht eben nicht aus, die Vorrats-Bunker der NATO und der abtrünnigen, ehemaligen Warschauer-Pakt-Staaten zu entrümpeln und die Ukraine mit Tonnen der verschiedensten Waffen-Systeme zuzuschütten, die untereinander oft nicht kompatibel sind, für die häufig die Ersatzteile und Wartungsmannschaften fehlen, und vor allem: Munition in ausreichender Menge. Der Krieg der Waffenverbundsysteme, die nicht nur aus Feldaufklärung und Artillerie bestehen, erfordert die Handhabung dieser Systeme durch Spezialisten, die die Ukraine nicht aus der Luft wird erschaffen können und für deren Ausbildung ebenfalls die erforderliche Zeit fehlt.
      Man bedenke, dass es der NATO nicht einmal in einem Zeitraum von 8 Jahren UNTER QUASI-FRIEDENSBEDINGUNGEN gelungen ist, eine ukrainische Stellvertreter-Armee mit ausreichender Kampfkraft zu erschaffen, um den Alliierten Verbänden auf Augenhöhe begegnen zu können.
      Nach 5 Monaten des Abnutzungskrieges liegt der militärisch-industrielle Komplex der Ukraine in Trümmern, die motiviertesten, erfahrensten Kampfverbände sind zerschlagen, Offiziere und Unteroffiziere sind verwundet, tot, in Gefangenschaft oder desertiert und die einst beachtliche Streitmacht der Ukraine inzwischen ein Schatten ihrer selbst.
      Zusammenfassend können wir sagen, dass die Fabel von der millionenstarken Geisterarmee die dereinst zur „Befreiung“ Ukropias antreten wird, bestenfalls die Gemüter kokainsüchtiger Schauspieler zu beruhigen vermag, aber ansonsten in derselben, mit der Aufschrift „Gescheiterte Wunschträume“ versehenen, Schublade der Geschichte verschwinden wird, in der die Märchenerzählungen von Wencks Entsatz-Armee (1945), der Free Syrian Army und von der Armee des Demokratischen Afghanistans bereits gelandet sind.

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      1. heide

        Sehr geehrter Herr John Thomas Sumner, ich danke für die faktenbasierte fundierte Einschätzung, die ich unterschreiben würde. Was Sie schrieben, betrifft die offiziellen Streitkräfte, die offenkundigen Gegebenheiten. Nicht die Kräfte, die stets geleugnet werden, aber stets vorhanden zu sein scheinen. Seit der Doctorarbeit des Daniele Ganser 2005 gilt die Existenz von Stay-behind-Armeen in fast allen NATO -Ländern als bewiesen. Ausgebildete Kräfte der Extraqualität, Führungsstrukturen, Materialen/ Ausrüstung ( und das vor Ort!) sind vorhanden und das scheinbar in allerbester Qualität. Was natürlich alle Strukturen bis in die höchsten Spitzen leugnen. Das ist auch nichts Neues. Ich sehe durch diese speziellen Kräfte, die durchaus auf beiden Seiten vermutet werden dürfen, ein großes Eskalationspotential. Und ich entnehme der Andeutung von Selenski mit seiner „1 Million Krieger“, dass genau dieser Weg uns bevorstehen könnte.

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    3. @heide

      Die Realisation einer „Eine-Million-Mann-Armee“ ist – neben den oben erwähnten Gründen- schon allein deshalb unwahrscheinlich, weil dieses Unterfangen der NATO und den ihr nachgeordneten ukrainischen Institutionen selbst unter optimalen Bedingungen eines achtjährigen Quasi-Friedens nicht gelungen, eine Streitmacht zu erschaffen, die in der Lage gewesen wäre, die SMO aufzuhalten, oder das gesamtmilitärische Kräfteverhältnis in eine Patt-Situation zu überführen.
      Die ukrainische Armee war zum Zeitpunkt des Angriffs in punkto „Combat-Effectiveness“ die zweitstärkste Armee Europas – inzwischen hat diese Streitmacht ihre kampfstärksten und erfahrensten Verbände unwiederbringlich verloren, der militärisch-industrielle Komplex liegt nahezu vollständig in Trümmern, Logistik und eine regelmäßige Versorgung mit Waffen, Munition, Ausrüstung und Verpflegung sind auf ein Minimum reduziert ,und die gesamte AFU hängt inzwischen fast vollständig am Tropf der NATO, die das unausweichliche Ende auf diese Weise ein wenig verzögern kann.
      Obwohl die Befreiung des Donbas und der neuen Oblaste im Süden noch nicht vollständig abgeschlossen ist, dürfte es keinesfalls verfrüht oder übertrieben sein, bereits jetzt von einer umfassenden militärischen Niederlage Ukropias zu sprechen!
      Aus ukrainischer Sicht bleibt ihnen einzig der hochfliegende Wunschtraum eines wundersamen, plötzlich wiedererstarkenden Widerstandspotentials in Form einer gewaltigen Untergrund-Armee nach dem Vorbild der OUN, jener Mordbanden, die im Geiste Banderas hunderttausende Zivilisten ermordeten und das Land für eine Weile mit einem Terror-Netzwerk überzogen.
      So, wie es jedoch unmöglich ist, eine moderne Armee aus dem Nichts zu erschaffen, so ist es ebenfalls unmöglich, eine Untergrundarmee aus dem Boden zu stampfen, ohne dass dafür gewisse Vorbedingungen erfüllt sind.
      Im Hinblick auf die berüchtigten „Stay-Behind“-Armeen in der Art von Gladio ist anzumerken, dass diese verdeckten Kräfte im Zuge der Veränderung der NATO-Militärdoktrin inzwischen weitgehend abgewickelt und von den Futtertrögen Uncle Sams entkoppelt worden sein dürften.. Höchstwahrscheinlich gibt es noch einige funktionierende Zellen, die andererseits aber kaum noch zu größeren Kampfhandlungen fähig und willens sein dürften, die das Ausmaß einer Maidan-Revolte oder sporadischer Brand- und Sprengstoffanschläge überschreiten würde.
      Auch dürfte es nicht so einfach sein, fremdsprachige Elemente ohne weiteres in einheimische Strukturen einzubinden, ohne dass das nach außen hin sichtbar wird und Veracht erregt.
      Die wohl wichtigste Vorbedingung für die Aufnahme urbaner oder ruraler Guerilla-Aktivitäten besteht in ebendieser erforderlichen Integration in die einheimische Bevölkerung.
      Der Guerilla-Kämpfer muss in der Lage sein, sich ungehindert in der Bevölkerung zu bewegen „wie ein Fisch im Wasser“ (Mao), damit er zuschlagen und anschließend unerkannt wieder in der Masse untertauchen kann.
      Diese conditio-sine-qua-non dürfte im gesamten Nordosten, im Osten und Süden, sowie in Großteilen des russischsprachigen Landes zu beiden Seiten des Dnjepr fast vollständig fehlen, mal abgesehen von einigen nationalistischen Zirkeln und ukro-nazistischen Organisationen, deren Macht und Möglichkeiten durch das Einwirken der alliierten Militärkräfte jedoch zunehmend zerbröckeln wird. Lediglich in Galizien und einigen angrenzenden Oblasten mit überwiegend katholischer Bevölkerung, könnte dieser Untergrundkampf von Teilen der Bevölkerung unterstützt werden.
      Dennoch können die Befreier der Ukraine derartigen Herausforderungen gelassen entgegensehen, zumal sie sich in der Bekämpfung terroristischer Banden auf die kriegserfahrene (Syrien) Militärpolizei, auf tschetschenische Anti-Terror-Einheiten, sowie auf Spezialkräfte aus Dagestan und anderen Teilrepubliken stützen können, die auf diesen Gebieten über große Erfahrung verfügen!
      „Wunderwaffen“, „Eine-Million-Mann-Armeen“, Zwangsrekrutierung ung von Frauen, Alten und Gefängnissinsassen, Zerstörung von Brücken, Fernsehsendern und Verwaltungsgebäuden, wahllose Ausgabe von Waffen an die Zivilbevölkerung, Massenflucht wehrfähiger Männer ins Ausland, massenhafte Desertationen, Kapitulation ganzer Verbände und kampflose Aufgabe strategisch wichtiger Punkte – all diese Anzeichen deuten in eine bestimmte Richtung!
      Langsam wird ein mit Flammenhand an die ukrainische Wand geschriebenes Menetekel erkennbar.
      Dort steht mit feurigen Buchstaben ein einziges Wort geschrieben: „UNTERGANG“!

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      1. heide

        Ich bedanke mich erneut für die ausführliche Antwort und versuche beruhigt zu schauen. Und doch, 1990 war besagtes, nennen wir es,Untergrundnetzwerk, vorhanden und nach wie vor präzise gesteuert… „Widerstandspotentials in Form einer gewaltigen Untergrund-Armee nach dem Vorbild der OUN, jener Mordbanden, die im Geiste Banderas hunderttausende Zivilisten ermordeten und das Land für eine Weile mit einem Terror-Netzwerk überzogen“, ja, die gab es in fast jedem NATO Land, sogar in den sogenannten neutralen Ländern wie z.b. Norwegen, und niemand fand tatsächlich Hinweise, dass diese rückabgewickelt wurden, nur weil ein Funken der strengst geheimen Angelegenheiten das Tageslicht erblickten. Und nur, weil man es nicht sieht, kann es trotzdem vorhanden sein. Natürlich auf beiden Seiten. Was ich zu meiner Beruhigung immerhin einwerfen kann, ist die Tatsache, dass wer wen stets die Ökonomie entscheidet. Aber seien wir ehrlich, interessiert es einen Verstümmelten, die Hinterbliebenen der vielen Toten, die hungernden Kinder und nicht zu vergessen, auch das Leid aller unzähliger Lebewesen, durch wessen Bomben und Aktionen sie so zugerichtet werden? Seit über 3000 Jahren währt dieser Schwachsinn, Eine dringende Kurskorrektur der globalen Steuerung hat zu erfolgen, und das nicht nur als befristetes Experiment, wie wir es mit dem sozialistischen Lager erlebten. Es sollte dringend daran gearbeitet werden an der Einordung des Homo sapiens sapiens in die Natur, andernfalls ist das Ende des bioligischen Lebens schon jetzt abzusehen. Ich brauche die Literatur von Klaus Schwab zur vierten industriellen Revolution wohl nicht groß zu erwähnen, indem unverblümt und nachlesbar der Niedergang des biologischen Lebens zugunsten des digitalen Lebens beschrieben wird. Und an vielen Stellen wiederholt wird, dass Arbeitskräfte in großer Zahl nicht mehr gebraucht werden. Also weg mit den Leuten. Das Propagandaschlagwort “ goldene Milliarde “ darf hier wohl verwendet werden? Und stets frage ich mich, wie will man das erreichen? Und noch dazu in der angedeutet historisch kurzen Zeit? Und genau wegen dieser Fragen im Kopf sehe ich die Gefahr einer für speziell Europa eskallierenden Situation (Denn hier lebe ich nunmal.) auch im Einsatz der stay-behind Armeen, von deren Existenz und gegenseitiger nationaler Austauschbarkeit ich nicht abrücken kann.

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      2. Texmex

        Sehr geehrter Herr J.T. Sumner,
        Ihrer Einschätzung kann ich folgen. Es wird zum „ Untergang „ Ukrostans kommen. Was die russische Seite allerdings bisher versäumt hat, ist eine Strategie, wie es in den sogenannten befreiten Gebieten weitergehen soll. Die Fehleinschätzungen am Anfang des Bruderkrieges, dass es nicht zu massiven Kampfhandlungen aufgrund der Zugehörigkeit zur gesamten russischen Familie kommen würde, waren offensichtlich.
        Die Ukraine ist ein künstlich geschaffenes Gebilde, ohne gewachsene Tradition, aber geistig komplett vergiftet, genau wie Polen.
        Wie das „ entsorgt „ werden kann, ohne es komplett zu eliminieren, fällt mir sehr schwer, vorzustellen. Als Abrissbirne für den Westen ja, als zukünftige positive Entwicklung- nein. Nur das werden die Russen eben nicht vermögen, da sind Emotionen vor.

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  4. Kurbademeister für Kaltwassertherapie

    … und bis das Interessensgleichgewicht der „Schlüsselakteure“ hergestellt ist, wäre es sehr hilfreich die Gashähne in Richtung EU-Europa vorsichtshalber zugedreht zu belassen! Denn etwas kühlere Köpfe helfen definitiv beim anstrengenden Denkprozess. Noch leiden zu viele EU-Zöglinge am Fieber des chronischen politischen Irreseins. Nicht umsonst gibt es die deutsche Redewendung: „… einen hühlen Kopf bewahren…“ Und genau hier könnte/sollte Väterchen Russland ansetzen, um auf ganz natürliche Weise – wie schon vordem so heiss empfohlen von unserem Kaltwassertherapiedoktor Sebastian Kneipp – für erfrischende Abkühlung in den EU-Köpfchen, Gliedern & Eutern zu sorgen!

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