Innere Verräter

Terroranschlag auf die Krim-Brücke und die Antwort Russlands

Zusammenfassung der «Frage–Antwort»-Ausgabe vom 10.10.2022

Moderator: Ich grüße Sie, sehr geehrte Zuschauer, Zuhörer und Freunde hier im Studio. Heute ist der 10. Oktober 2022.

Die Explosion auf der Krim-Brücke ist heute eine der Hauptfragen. Die Explosion hat am 8. Oktober stattgefunden und manch andere Ereignisse in den Schatten gestellt. Doch auch diese anderen Ereignisse der vergangenen Woche sind wichtig. Die Zuschauer warten auf Ihre Kommentare.

Die Explosion hat am 8. Oktober stattgefunden und manch andere Ereignisse in den Schatten gestellt. Doch auch diese anderen Ereignisse der vergangenen Woche sind wichtig.

Valeriy Pyakin: Sie haben genau den Punkt getroffen: die Explosion war wie dafür geschaffen, eine ganze Reihe anderer Ereignisse und Fragen zu überstrahlen und somit von einem bedeutsamen politischen Sieg Russlands abzulenken.

Wir haben bereits mehrfach darüber gesprochen, dass alle gegenwärtigen Ereignisse in der Welt vom Verlauf der Militärischen Spezialoperation Russlands abhängen. Das Ergebnis der militärischen Spezialoperation wird das gesamte Weltbild prägen. Danach richtet sich der kommende Aufbau der Welt und ihrer globalen Konstellationen.

Manch einer mag das übertrieben finden und fragen: «Was kann den Staaten schon geschehen?» Die Antwort ist ganz einfach. Laut westlicher Aufteilung gehören Staaten entweder der “ersten Welt”, der “zweiten” oder gar der “dritten Welt” an. Wir haben uns daran gewöhnt, dass der Westen zur “ersten Welt” zählt. Die westlichen Länder sind im industriellen Sinne hoch entwickelt, sie sind Spitzenreiter, was den Verbrauch angeht, das Leben im Westen ist komfortabel. Das stimmt. Doch die letzte Zeit hat etwas ganz Interessantes ans Licht gebracht: Sobald die westlichen Länder keine Gratis-Ressourcen aus Russland und anderen Kolonien mehr bekommen, ist es sofort sowohl mit der Industrie als auch mit dem Komfort vorbei.

Früher hat man behauptet, dass russische Unternehmen im westlichen Sinne “Zwerge” sind. «Was ist schon irgendein Gazprom? Wenn man Gazprom mit Google vergleicht, ist Gazprom ein Zwerg» – so wurde behauptet. Doch plötzlich stellt sich heraus, dass Google in der modernen Welt nichts wert ist, weil Google die Industrie nicht beliefern kann – und Gazprom hat sich als Schlüsselinstrument erwiesen, da Gazprom die westliche Industrie mit Energieträgern beliefert. Fallen diese Energieträger weg, stehen die Kraftwerke still. In Großbritannien hat man die Bürger bereits gewarnt, dass dieses Jahr im Winter der Strom für mindestens 3 Stunden pro Tag ausfallen wird.

Und nun stellen Sie sich vor, was passieren wird, wenn die Kraftwerke gar nicht funktionieren. Momentan setzt man nur einen Teil der Kraftwerke wegen Gasmangels außer Betrieb – und was, wenn man alle Kraftwerke runterfahren muss? Wo bleibt der hochgelobte Google dann? Was wird “der Gigant” Google dann für einen Nutzen bringen?

Momentan nimmt die Wirtschaft wieder eigene realistische Formen an. Früher waren fast alle davon überzeugt, dass es dem Westen so gut geht, weil man im Westen weiß, wie effizient gearbeitet wird, und wir Proleten wissen das nicht. Daher kann man im Westen – trotz fehlender Ressourcen – prosperieren, und wir – trotz vieler eigener Ressourcen – können das nicht. Jetzt stellt sich aber heraus, dass der Westen uns einfach ausgeraubt hat. Beraubt, weil unsere ruszionische pro-westliche Lakaien-”Elite” im Inneren Russlands das erlaubt und so gewollt hat. Der Westen hat ja gar keine Einflussmöglichkeiten, um Russland zu irgendetwas zu zwingen. Russland ist als globales Subjekt viel zu groß, um Druck auf ihn ausüben zu können.

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9 Gedanken zu “Innere Verräter

    1. Drusius

      @Conrad von Hötzendorf
      Es geht darum, welche Rolle Polen im künftigen Spiel bekommen soll oder ob es noch von Nutzen ist. Das neue Geschäftsmodell sieht Nationalstaaten mit nationalen Wirtschaftsstrukturen vor, die limitiert zusammenarbeiten. Ideologien werden gern zur Schaffung von neuen Strukturen gern verwendet und ermöglichen eine differenzierte Steuerung der Länder. Ein Problem dabei ist, die Leute müssen die Ideologie glauben, aber das ist im Zeitalter der Televisionen wohl kein Problem.

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    2. Intermarium - Kampf um Hegemonie und Teilhabe

      Polen hat die Perspektive des Intermarium erkannt.
      Ganz deutlich werden dem potenziellen Konkurrenten Deutschland, von dem zumindest Teile am Intermarium teilnehmen könnten, schwerste Schläge versetzt bzw. diese beklatscht (Sikorski zur NS-Sprengung).
      Ungarn hat die Perspektive ebenso erkannt und lehnt sich an RU (allerdings mit einer gehörigen Portion Opportunismus, nicht aus Freundschaft) und China an, schützt sich vor der EU-Völkerzerstörungsmaschine.
      Beide arbeiten aktiv auf ihre bedeutende Rolle in diesem Konglomerat hin.
      Andere möglichen Teilnehmer sind offenbar noch zu sehr mit eigenen Problemen beschäftigt (in Österreich tobt offenbar der Kampf zwischen den extremistischen Amilakaien und dem Rest der österreichischen Landeseliten, der noch übrig ist und von Ö doch noch etwas retten will, inklusive sich selbst: Grade folgt ein weiterer Anlauf zu einem Rot-Grün-Pinke Abwrack-Regime mit Ansage der Drangsalierung der autochtonen Bevölkerung. Den Staatspräsidenten haben sie schon…). Wieder andere Staaten haben möglicherweise die Perspektiven noch nicht erkannt.
      Dabei wird es wohl darauf ankommen, wo die Westgrenze der RU (Kon-)Föderation, dh dem direkt durch RU kontrollierten Teil Europas liegen wird (sofern RU nicht gegen die Nato einknickt) und wer daher die Ausrichtung des Intermariums bestimmen wird. Option 1 – Bleibt es ein antirussisches und letztlich antieuropäisches Projekt (aus Sicht der westlich liegenden, der Kalifatisierung bzw Auslöschung überlassenen europäischen, zur Eigenkultur fähigen Völker (Deutsche, Franzosen, Italiener, Spanier usw) oder – Option 2 – gelingt die Gestaltung eines wahrhaften europäischen Kernlandes.
      Darum ist Polen auch so aktiv und agressiv, den nur im Falle der Option 1 ist seine Position als Chef gesichert, bei Option 2 könnte es sogar kein Polen mehr geben.
      Je eindeutiger der Ausgang des Ukraine-Konflikts zwischen Nato und RU (mit seinen Verbündeten und die gibt es und sie scheinen laufend mehr zu werden) sein wird, desto klarer wird die Ausrichtung des Intermariums zutage treten.
      Wer das erkennt, weiß wofür welche Politiker im eigenen Land arbeiten.

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  1. Guggi

    Warum wird in allen deutsch-russischen Telegram Kanälen „Schlag“ (egl. strike) ständig mit „Streik“ übersetzt? Streik hat damit überhaupt nichts zu tun. Es heißt „Schlag“. Ein air strike ist dementsprechend ein Luftschlag.

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  2. Drusius

    Künstlich erschaffene Konflikte lassen sich auch künstlich eskalieren. Das ist kein Geheimnis. Dazu gibt es ein Eskalationsmanagement. Bisher sieht es so aus, daß die Menschheit, wie üblich mit Bedrohungen beschäftigt wird. Immer wenn er gebraucht wird, taucht der Kukuck aus der Kukucksuhr und teilt mit, was die Uhr geschlagen hat.
    Die meisten Menschen sind mit dem Ruf des Kukucks zufrieden, Sie wollen nicht weiter sehen. Vielleicht ist das in ihrem Entwicklungsplan so festgelegt. Anderen, die ihnen zeigen wollen, daß jemand die Kukucksuhr gebaut hat, werfen die Begriffe um die Ohren, wie Verschwörungstheoretiker, früher war es der Begriff Ketzer.
    Was wir zur Zeit sehen, ist eine arbeitsteilige Verringerung der Nachfrage und gleichzeitig eine Verringerung der Produktion, wie die in der Agenda 2030 der UNO vorgesehen ist.

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  3. Der Wehmütige

    Besuchen Sie Europa, solange es noch steht…..
    Die Lagebeurteilung von V.P. ist wohl insgesamt korrekt. Einige – wenn auch lange gepflegte und oft wiederholte – Schlussfolgerungen sind allerdings fragwürdig.
    1. So blöd können doch die Amilakaien in RU nicht sein, dass sie nicht sehen, was ihnen blüht. God’s own country zeigt doch schon seit Jahrzehnten, was es mit nicht mehr benötigten Handlangern macht. Und das blüht ihnen, wenn ihr Land niedergeht. D.h. sie arbeiten gegen das eigene Überleben? Da biegt V.P. um eine Ecke, die ich ihm nicht abnehme.
    2. Das gleiche gilt für die Handlanger in Europa bzw. die in Europa noch lebenden Landeseliten. Die wollen doch auch überleben und können bis auf ein paar wenige Superreiche nicht woanders hin. Und die überlassen die strukturelle Führung in dieser Situation den offenbar tatsächlich intellektuell völlig ausgeblendeten Ideologen von der Klima, LBDGusw Sekte „grüner Farbe“?
    Ich kann das kaum fassen. Gibt es nur eine Handvoll „Schwurbler und Verschwörer“ zwischen Lissabon und Prag, die für das Gedenken ihrer Ahnen, Ihre Kinder und Enkeln und letztlich für sich selbst ihre Heimat erhalten und überleben wollen?
    Um mit Louis de Funes zu sprechen: Nein! Tatsächlich? Oh….

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    1. Texmex

      Sie dürfen an diese Angelegenheit leider keine Logik anlegen..
      Als das Malireich von den Chaldäern ( den oberen 10000) in Eigenregie zerstört wurde und sie nach Spanien weiterzogen, passierte Folgendes:
      Sie selbst organisierten ein Heer gegen Timbuktu( damalige Hauptstadt) und ließen sich „ besiegen“.
      Sie wurden samt ihres Goldes und vor allem ihrer Bücher „weggebracht“.
      Danach verfiel der Mali, der Fluss trocknete aus. Im „ Untergang des Abendlandes „ beschreibt Oswald Spengler dies mit „ Fellachisierung“, also genau das, was gerade in Europa passiert- nicht durch Zufall sondern in voller Absicht!!!!
      Ich empfehle Ihnen auch intensiv Arthur Köstler-„ Der 13. Stamm“ zu lesen…

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    2. FKT-Team

      Und dennoch beobachten wir regelmäßig, dass, entgegen jeder Logik, das Handeln der „Eliten“ stetig gen Selbstzerstörung weiter geht. Sowohl in Russland, als auch in Europa.

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      1. Texmex

        Setzen Sie „ Eliten“ mit wem gleich?
        Aus Sicht der Chaldäer ( Hochfinanz, Hochreligion, Hochkultur im wahrsten Wortsinn, denn dort verbergen sie sich) folgt das deren Logik. Nach der Logik von Otto Normal nicht.
        Die Chaldäer plündern diesen Planeten seit fast 6000 Jahren aus, ziehen wie Nomaden von Platz zu Platz, von Region zu Region.
        Dem Eigentümer ist das scheinbar egal, ihm gehören ja mehrere diese Planeten. Den Gläubigern des Systems ( scheinbar) auch, denn z.T. kennen sie ihre Rolle im System nicht, z. T. wollen sie sie auch nicht kennen.
        Fragt sich also , wer der wirkliche GP ist?
        Stellt sich also die

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